WeltCup 2024 in Tarquinia

Sportlicher Bericht Antonia/Henny 2023 bis zum Sieg beim ersten WeltCup 2024 in Tarquinia

In der Saison 2024 starten Antonia und Henny wieder gemeinsam im Zweier, nachdem beide im Jahr 2023 mit anderen Partnerinnen am Start waren. Henny startete gemeinsam mit Ella Nikodem vom RV Diamant Lind. Die beiden waren mit der NRW-Vizemeisterschaft (102,49 Punkte) und der Teilnahme an der German Masters Serie und beim Deutschland-Cup mit zwischen 96 und 106 Punkten sehr erfolgreich unterwegs. Bei der DM in Nufringen erreichten sie mit 100,59 Punkten Platz 7. Henny war außerdem im Einer bei diesen Turnieren mit guten Ergebnissen am Start. Antonia startete mit Laura Bruder für den RV Öhringen (bei Heilbronn). Da beide in ihrem ersten gemeinsamen Jahr nicht zum B-Kader gehörten mussten sie bei den Masters-Turnieren in der Vorrunde unter die ersten Drei kommen, um mit der Teilnahme an den abendlichen Finals auf die nötige Zahl von Wettkämpfen für die WM-Qualifikation zu kommen. Mit stets besseren Ergebnissen gelang das und das Ziel WM-Qualifikation wurde mit Platz 2 erreicht. Starten ließ die UCI sie bei der WM in Glasgow dennoch nicht wegen Lauras Nationenwechsel (Schweiz – Deutschland). Bei der DM 2023 in Nufringen wurden Antonia und Laura Deutsche Meisterinnen. Im Einer hat Antonia hat Antonia 2023 nur wenige Starts gehabt, weil bei RV Öhringen der Fokus auf den Zweier gelegt wurde.

Seit Herbst 2023 ist Antonias Studium so weit abgeschlossen, dass sie aus Schweinfurt wieder zurückgekehrt ist ins Rheinland. Damit bestand wieder die Perspektive, gemeinsam zu starten. Nach Abstimmung mit Ella wurde im Herbst 2023 mit  dem gemeinsamen Training mit Henny begonnen. Zum Saisonstart 2024 gab es mit einer neuen persönlichen Bestleistung von über 140 Punkten beim Ranglistenfahren und dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft mit 136,26 gleich zwei sehr erfreuliche Ergebnisse im Bezirk. Da beide im letzten Jahr nicht gemeinsam gefahren sind, konnten sie sich auch nicht auf dem dafür vorgesehenen Weg für den B-Kader und die Weltcup-Serie qualifizieren. Durch den Startverzicht eines anderen Paares war dann doch der Weg zum ersten WeltCup nach Italien frei. In Tarquinia, ca. 100km nördlich von Rom, wurde der erste WeltCup auf italienischem Boden ausgerichtet. Die Veranstalter rund um Marco Giorgio, den vor einigen Jahren noch  für Krefeld startenden früheren WM-Teilnehmer, haben eine sehr schöne Veranstaltung auf die Beine gestellt.

In die Anreise nach Italien haben Henny und Antonia noch ein Trainingswochenende mit und bei der schweizer Einer-Fahrerin Romina Ledergerber in Schaffhausen eingebaut. Gemeinsam mit ihrer Trainierin Julia Wolf sind die beiden entlang der ligurischen Küste nach Tarquinia gereist, wo wir ab Mittwoch eine sehr schöne Ferienwohnung gleich an der mittelalterlichen Stadtmauer hatten. Dort wurde spontan ein deutsch-schweizer Trainingscamp eingerichtet, denn für Romina hatten wir auch noch Platz. Strandspaziergänge wurde durchaus auch zu Trainingszwecken genutzt.

         

Am Freitag vor dem Wettkampf wurde die Halle erkundet und trainiert, ebenso früh am Samstag. Insgesamt waren nicht alle Teilnehmer mit ihren Leistungen zufrieden, was vermutlich auch mit dem frühen Zeitpunkt in der Saison zusammenhängt. Antonia und Henny fuhren ein sehr gutes Programm. Obwohl am Ende noch wenige Sekunden fehlten, konnten sie mit 130,31 den Wettkampf mit fast 20 Punkten Vorsprung für sich entscheiden.

          

Romina verpasste mit 118,98 Punkten knapp Platz 8 und war nicht so zufrieden mit dem Ergebnis wie Henny und Antonia.

           

Bei der WeltCup-Party am Abend in einem Lokal am Strand hatten die Sportler viel und lange Spaß. Da wir am nächsten Morgen früh starten mussten, um am Sonntagabend wieder in Bonn zu sein, war auf den rückwärtigen Plätzen bis vor den Alpenrand zunächst Ausruhen und Erholung angesagt.

Berthold Bärk