
Bei der Hallenrad-WM 2025 in Göppingen hatten die Sportler ideale Bedingungen mit einem guten Hallenboden und großer Nähe zum Publikum. In der ausverkauften Halle, die sonst der Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen nutzt, war Platz für knapp 4000 Zuschauer, also weniger als bei den letzten Heim-Weltmeisterschaften in Bremen und Stuttgart, aber die Zuschauer waren viel näher am Geschehen. Auch aus Sicht der Sportler war die Stimmung eine ganz besondere.
Für unsere Sportlerinnen Henny Kirst und Antonia Bärk war es nach dem WM-Gewinn in Bremen 2024 die zweite, aber auch letzte WM-Teilnahme, da die beiden das Ende ihrer gemeinsamen Karriere zum Saisonabschluss beim Weltcup in Öschelbronn angekündigt hatten. Zuvor aber galt es, den WM-Titel zu verteidigen. Ausgehend von der eingereichten Punktzahl waren die stärksten Konkurrentinnen wie im vergangenen Jahr Kim Schlüter und Neele Jodeleit vom RSV Knetterheide. Damit wurde Deutschland wie 2024 im Zweier-Kunstradsport der Frauen wieder vom „Team NRW“ vertreten, das An- und Abreise auch im gemeinsamen Team-Bus organisierte.

Für Kim und Neele verlief die Vorrunde am Samstag nicht wie erhofft, so dass sie sich mit dem dritten Platz hinter Simona Lucca und Larissa Tanner aus der Schweiz begnügen mussten. Henny und Antonia kamen mit nur geringen Abzügen auf 143,04 Punkte. Bereits am Donnerstagabend beim Wertungsfahren vor der eigentlichen WM hatten sie ein 143-er Ergebnis erzielt – beides zusammen stärkte ihr Selbstvertrauen für das Finale am Sonntagnachmittag. Der vierte Finalplatz ging an die Schweizerinnen Julia Stäheli und Tanisha Tanner. Die Teams aus Hongkong, der Slowakei und Frankreich verpassten das Finale mit großem Abstand und deutlich unter 100 Punkten.

Die Anspannung vor dem WM-Finale war Henny und Antonia nicht anzumerken, Kim und Neele hatten ihr Programm umgestellt, um das Risiko zu vermindern.
Die beiden Schweizer Teams hatten im Finale etwas höhere Abzüge als am Vortag. Der Plan von Kim und Neele ging auf und sie konnten sich um mehr als acht Punkte auf 127,88 verbessern und damit mindestens Platz 2 sichern.



Antonia und Henny gingen als letzte Starterinnen auf die Fläche und konnten die bisherigen guten Ergebnisse nochmals leicht übertreffen und sich mit 143,78 Punkten über die erfolgreiche Titelverteidigung freuen.



Die Freude darüber, den WM-Titel mit einer nahezu fehlerfreien Leistung errungen zu haben, war Henny und Antonia auch im Sportschau-Interview anzumerken.
Die Anzahl der Rückmeldungen auf den Bericht in der Sportschau war erstaunlich groß – ein WM-Bericht mit dieser Reichweite ist sicher auch gut für den Hallenradsport im Allgemeinen.
Bei der Siegerehrung gab es für die Goldmedaillengewinner neben Medaillen und Trikots als besondere Gabe noch einen speziellen WM-Waggon – schließlich ist Göppingen auch die Heimat von Märklin.




Im Anschluss an die Siegerehrung wurde ausgelassen gefeiert – auf der Fläche aber auch am Rande mit den mitgereisten Fans.






Den Abschluss des Tages bildete ein Bankett mit anschließendem Tanz für Sportler, Organisatoren und Betreuer.
Wer die WM noch einmal Revue passieren lassen möchte, kann die Livestreams des SWR bei Youtube ansehen.
Samstag (mit Vorrunde Zweier Frauen ab ca. Minute 40): https://www.youtube.com/live/Qkqrw2y12BI
Sonntag (mit Finale Zweier Frauen ab ca. Minute 42, Siegerehrung Zweier Frauen ab ca. 1h40): https://www.youtube.com/live/FAyxmhq_5Io

